Systems Engineering Barcamp 2016

Am vergangenen Samstag fand das dritte Berliner Systems Engineering Barcamp (#syscamp16) statt. Die Veranstaltung ist für Menschen gedacht, für die Systems Engineering mehr als nur ein Beruf ist.

Das Format

Die Veranstaltung unterscheidet sich wesentlich von den eher konventionellen Konferenzen: Als Barcamp gibt es im Vorweg keine Agenda, die Teilnehmer bringen Themen mit und erstellen die Agenda selbst. Zum zweiten fand das Barcamp am Wochenende statt: Die Teilnehmer geben Ihre Freizeit. Um das zu unterstreichen, ist die Teilnahmegebühr von €30 eher als Schutzgebühr zu sehen. Und zuletzt passte auch das Treffen beim Berliner SE-Stammtisch am Abend zuvor gut ins Konzept, wo sich gut 20 Leute zum Fachsimpeln übers Systems Engineering zusammengefunden hatten.

Eigentlich war geplant, die Teilnehmerzahl auf 40 zu begrenzen. auf dem „kurzen Dienstweg“ sind jedoch noch ein paar weitere Teilnehmer dazugekommen. Das Publikum war bunt gemischt, von Berufseinsteigern über angestellte Systems Engineers, bis hin zu hochkarätigen Freiberuflern und Geschäftsführern.

Session-Planung

Die Agenda füllte sich schnell mit interessanten Themen – genug, in den meisten Timeslots drei parallele Sessions zu haben (siehe Bild unten). Ich selbst habe „eineinhalb“ Sessions moderiert: Die erste war zum Thema Offenheit, und dazu wird es nächste Woche noch einen eigenen Beitrag geben. Die „halbe“ Session moderierte ich zusammen mit Stephan Dankers, der ein sehr ähnliches Thema vorschlug: Sein Thema hieß „Modeling Craftsmanship“, während ich „Modellierung: Wie, Wann, Wo“ vorgeschlagen hatte.

Es menschelt im Systems Engineering – Dieses Jahr gibt es auch viele nicht-technische Themen (Stephan Dankers per Twitter)

Einige Sessions begannen mit Folien, die dazu dienten, den Kontext zu setzen. Aber in den meisten Fällen reichte ein Flipchart aus, um für einen spannenden Gedankenaustausch zu sorgen.

Tolle Veranstaltung

Für mich hat sich die Veranstaltung mehr als gelohnt. Unbezahlbar sind die persönlichen Kontakte und spannenden Gespäche – nicht nur beim Barcamp, sondern auch beim Stammtisch am Abend davor. Bei meiner Session zur Offenheit kamen gute Ideen zusammen, von denen ich nächste Woche berichten werde. Aber auch bei den anderen Session konnte ich Ideen zu den Themen sammeln, die mir im Moment im Kopf herumgehen. Dazu gehören (neben Offenheit) auch funktionale Architekturen, Schnittstellen und Modellierung.

Die abschließende Session rundete die Veranstaltung ab. Ein Fragebogen und eine offene Ideenrunde ermöglichten es, Lob und konstruktive Kritik abzugeben. Natürlich wurde hier auch die Werbetrommel gerührt: Es soll dieses Jahr noch drei weitere Barcamps geben: Zwei in Köln zu den Themen Funktionale Sicherheit und Requirements Engineering, und eines zum Thema Modellierung in Hannover (ich werde über diesen Blog darüber berichten, sobald es eine Webseite gibt).

Amazing event comes to its end. Thanks a lot to @systemscamp and @MELAG_Berlin #syscamp16 (Georg Lohrer per Twitter)

An dieser Stellen noch mal eine Danksagung an die Organisatoren Stephan, Nils und Eike, und an MELAG Medizintechnik, die die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatten.

Agenda

Hier ein Bild der Agenda, die vor Ort von den Teilnehmern zusammengestellt wurde:

Systems Engineering Barcamp 2016 Agenda

Dieser Artikel erschien zuerst bei se-trends.de.

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